FAUNA

EINE ZUSAMMENFASSUNG DER FAUNA VON GRAMVOUSA UND BALOS

Bisher wurden 98 Vogelarten registriert, aber tatsächlich gibt es noch viel mehr. Vierzig von ihnen bauen ihre Nester im Naturschutzgebiet oder der Umgebung (dauerhaft oder als Sommerbesucher) und finden dort ihr Futter. Der Rest von ihnen kommt während der Überwinterung. 26 Arten werden durch das europäische Gesetz geschützt und 14 stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten von Griechenland.

Die Halbinsel Gramvousa gilt als äußerst wichtiges Habitat für Zugvögel. Sie ist außerdem ein wichtiger Ort der Nahrungssuche für den Bartgeier (Cypaetus barbatus), eine in Europa gefährdete Art. Diese Vogelarten bauen hier ihre Nester: das Chukarhuhn (Alectoris chukar), die Felsentaube (Columba livia), die Schleiereule (Tyto alba), die Heidelerche (Lullula arborea), der Mittelmeer-Steinschmätzer (Oenanthe hispanica), der Wiesenschmätzer (Saxicola torquatus), die Blaumerle (Monticola solitarius), der Kolkrabe (Corvus corax) und der Bluthänfling (Carduelis cannabina).

Während des Vogelzugs ist es möglich, viele verschiedene Arten zu beobachten. Darunter fallen der Seidenreiher (Egretta garzetta), der Schmutzgeier (Neopheron percnopterus), die Kornweihe (Circus cyaneus), der Eisvogel (Alcedo atthis), die Kurzzehenlerche (Calandrella brachydactyla), die Uferschwalbe (Riparia riparia) und der Rotkehlpieper (Riparia riparia).

Was die Reptilien angeht, findet man hier die durch das griechische und europäische Gesetz geschützte Leopardnatter (Εlaphe situla). Eine Besonderheit der Fauna in dieser Region sind eine Herde wilder Esel, die auf der Halbinsel (Balos) leben. Diese wilden Esel gelten als Konkurrenten für Schafe und Ziegen und werden daher oft von den Schäfern getötet.

Die Mittelmeer-Mönchsrobbe (Monachus monachus) kommt in die Unterwasserhöhlen der Region, um dort zu gebären. Die Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta), eine streng geschützte Art, kommt ebenfalls hierher, um nach Futter zu suchen, auch wenn sie nicht in diesem Gebiet nistet. Die Mollusken, die in der Lagune leben, gibt es nirgends sonst auf Kreta in dieser Vielfalt und Menge.

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